Grevener kämpft gegen Filmwirtschaft

Veröffentlicht: August 15, 2014 in Uncategorized

Schwere Kost für den Staatsanwalt

GREVEN. Von Greven nach Münster, von Münster nach Düsseldorf und wieder zurück nach Münster. Die Anzeige, die Jörg Münchhoff Anfang Mai bei der Grevener Polizei gestellt hat (wir berichteten), ist ganz offensichtlich kein leichter Stoff für die Staatsanwaltschaften.

Grevener kämpft gegen Filmwirtschaft: Schwere Kost für den Staatsanwalt – Grevener Zeitung – Lesen Sie mehr auf:
http://www.grevenerzeitung.de/staedte/greven/Grevener-kaempft-gegen-Filmwirtschaft-Schwere-Kost-fuer-den-Staatsanwalt;art967,2426308#plx405845871

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Jörg Münchhoff kämpft für bessere Filme im Deutschen Fernsehen. Foto: Christian Bödding

Die Liste der Vergehen und die Liste der Beschuldigten ist lang, das Thema komplex. Es geht um die Förderpraxis des öffentlich-rechtlichen TV, die Münchhoff für illegal hält. Münsters Oberstaatsanwalt Heribert Beck bestätigte jetzt auf Nachfrage unserer Redaktion: „Wir haben die Ermittlungen aufgenommen.“

Münchhoff sagt „Volltreffer“ und sieht sich bestätigt. „Wenn da nichts wäre, wäre das schon zur Seite gelegt worden“, sagt er. Über den genauen Inhalt und Stand der Ermittlungen will Oberstaatsanwalt Beck indes aus „ermittlungstechnischen Gründen“ nichts sagen. Münchhoff hatte nach langen, eigenen Recherchen verschiedene Medieninstitutionen, Filmförderungsstiftungen, Produktionsfirmen und Sender angezeigt.

Seine Vorwürfe: Subventionserschleichung, Wettbewerbsverzerrung, Vorteilsgabe, Vorteilsnahme, Korruption und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Deshalb weigert er sich, GEZ-Gebühren zu zahlen, deshalb kämpft er einen harten, aussichtslos erscheinenden Kampf.

Geldverschwendung

„Die haben nicht mit mir gerechnet“, sagt er jetzt und meint damit, die, die er anklagt für schlechte Filme und Geldverschwendung verantwortlich zu sein. Münchhoff ist überzeugt davon, dass Sender, die Beiträge für Filmförderung einzahlen, sich selbst bei diesen Geldern bedienen, indem sie eigene Filmprojekt durchwinken – sich damit quasi das eigene Geld zurückholen.

Mit dieser Meinung steht er offensichtlich nicht mehr alleine da. Bundesweit hagelt es Anzeigen gegen Sendeanstalten, GEZ und sonstige Institutionen. Der ZDF-Skandal um die vermeintlich besten Deutschen habe auch nochmal Schwung in die Sache gebracht. „Das ist jetzt keine kommunale Geschichte mehr.“

Bisher sei nur deshalb noch nichts rausgekommen, weil kaum jemand in der Lage sei, so tief in die Materie einzusteigen wie er, Münchhoff. „Ich komme aus der Branche, bin gelernter Kaufmann und habe die Zeit, mich damit zu beschäftigen“, sagt er. Und: „Irgendwann ist der Stein des Anstoßes da.“ Jetzt rollt er.

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