Bilderberg 2013: Auftakt im Grove-Hotel

Veröffentlicht: Juni 21, 2013 in Uncategorized

Heute ist der erste Tag der aktuellen Bilderberger-Konferenz. Die weitgehend verschwiegenen Fürsten der Globalisierung und Weltkontrolle haben für dieses Jahr dasGrove-Hotel im britischen Watford, Hertfordshire, als Tagungsort auserkoren. Um die Nobelherberge versammeln sich wie immer zahlreiche Vertreter der alternativen Medien, aber auch die Weltpresse stellt sich zunehmend ein. Einige Impressionen aus dem Vorfeld der Konferenz machen bereits die Runde.

Wie schon länger vermutet trifft sich die elitäre Bilderberg-Gruppe dieses Jahr in Großbritannien. Der unlängst verstorbene Journalist und Bilderberg-Experte James Tucker hatte noch kurz vor seinem tragischen Tod die Überzeugung geäußert, die Konferenz werde diesmal im Grove-Hotel in Watford, Hertfordshire, stattfinden. Tucker verfolgte die Aktivitäten der Bilderberger seit

Jahrzehnten. Noch hoch aktiv, beobachtete und kommentierte er im vergangenen Jahr die Tagung in Washington – am 26. April dieses Jahres starb der Autor des legendärenBilderberg Diary plötzlich und unerwartet. Wie berichtet, erlag Tucker Komplikationen, die er sich durch einen fatalen Sturz zugezogen hatte.

In Watford versammeln sich in den kommenden Tagen nunmehr zahlreiche Demonstranten, Aktivisten, Globalisierungsgegner und Kritiker der Bilderberg-Gruppe, die ihrerseits nach wie vor kaum etwas über sich und ihre aktuellen Gespräche preisgibt. Auf der offiziellen Website www.bilderbergmeetings.org findet sich sei einiger Zeit immerhin die Information zum Tagungsort, außerdem einige grobe Angaben zu den geplanten Diskussionsinhalten des »offiziellen« Programms.

Dabei sollte man natürlich die eigentlich wesentlichen, oftmals entscheidenden Gespräche am Rande nicht übersehen, wie sie in kleinem Kreis oder lediglich unter vier Augen geführt werden. Jedermann weiß, wichtig ist den

Bilderbergern der Austausch jenseits offizieller Protokolle und Berichterstattung. Der Bilderberg-Internetpräsenz zufolge treffen sich nunmehr 140 Teilnehmer aus 21 europäischen und nordamerikanischen Ländern.

Der Themenkanon enthält kaum überraschende Aspekte, demnach geht es wie immer um aktuelles Weltgeschehen, wobei die Begriffe absichtlich meist so weit gefasst sind, dass ihre Aussagekraft zwangsläufig eher gering ausfällt. Nur darf man mit der berühmten an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit davon ausgehen: Allein im öffentlich bekannt gegebenen Programm werden sich die Diskussionen nicht erschöpfen. Zu den Kernthemen zählen lautbilderbergmeetings:

  • Können die USA und Europa schneller wachsen und Arbeitsplätze schaffen?
  • Jobs, Ansprüche und Schulden
  • Wie big data nahezu alles verändert
  • Nationalismus und Populismus
  • US-Außenpolitik
  • Afrikas Herausforderungen
  • Cyber-Krieg und das Wachstum asymmetrischer Bedrohungen
  • Haupttrends medizinischer Forschung
  • Online-Unterricht: Versprechen und Auswirkungen
  • Politik der Europäischen Union
  • Entwicklungen im Mittleren Osten
  • Zeitgeschehen

Allesamt unbestritten wichtige Themen. Nur wird es nicht allein darum gehen, den Ist-Zustand zu erörtern, sondern vor allem die Zielsetzungen und nötigen Aktionen zur Realisierung des Soll-Zustandes zu bestimmen. Nur damit lässt sich erklären, warum einige der eiichkeiten der Welt sich die Zeit für eine jährlich mehrere Tage währende Konferenz nehmen und warum diese Konferenz unter hoher Geheimhaltung stattfindet.

Auch diesmal sind einige der altgedienten Bilderberger mit von der Partie – neben dem 90-jährigen Henry Kissinger auch Prinzessin Beatrix der Niederlande, die ihren Königstitel bekanntlich am 30. April 2013 an ihren ältesten Sohn Willem-Alexander weitergab. Wer hingegen schon beim letzten Mal nicht mehr auf der Teilnehmerliste erschien, ist David Rockefeller. Auch bei der aktuellen Konferenz wird er nicht mehr gelistet. Allmählich wird eine neue Führungsriege im Bilderberg-Zirkel die Arbeit der alten Gründungsmitglieder übernehmen müssen. David Rockefeller geht auf die 100 zu: Am 12. Juni 2013 und somit unmittelbar nach der Konferenz feiert er seinen 98. Geburtstag!

Einige Beobachter munkeln, der junge Milliardär Peter A. Thiel werde wohl in Rockefellers Fußstapfen treten. Thiel nimmt auch diesmal wieder an Bilderberg teil. Er wird gelistet als »Thiel, Peter A. – President, Thiel Capital (USA)«Nach seinem Philosophie- und Jurastudium an derStanford-Universität stieg der deutschstämmige Thiel mit mehr als einer Viertelmillion Dollar in das Unternehmen PayPal ein und erlebte in der kommenden Zeit

 

 

 

einen rasanten Aufstieg zum Hedgefonds-Manager. Er fördert verschiedene Forschungsprojekte, unter anderem zur Klärung undBekämpfung des Alterungsprozesses, außerdem setzt er sich für Firmengründer auf dem Technologiesektor ein und betätigt sich politisch. Auch sitzt er mittlerweile direkt am »Schalthebel« von Bilderberg – dem Lenkungsausschuss, der auch bestimmt, wer zur Konferenz eingeladen wird. Aus Deutschland sind das 2013: Paul M. Achleitner (Deutsche Bank), Josef Ackermann (ehemals Deutsche Bank, jetztZurich Insurance Group), dann Thomas Enders (EADS), Ulrich Grillo (Grillo-Werke AG), Roland Koch (Bilfinger SE), Kurt J. Lauk (CDU), Christian Lindner (FDP) sowie Peter Löscher (Siemens AG).

Das Grove-Hotel befindet sich bereits seit einigen Tagen im Ausnahmezustand, das Gelände wurde mit einem Stahlgitterzaun abgeriegelt und die örtliche Polizei erklärte, für die Dauer der Konferenz werde eine Flugverbotszone über dem Areal eingerichtet. So wird aus dem Grove zumindest temporär beinahe schon eine kleine Area 51. Die zunehmende Popularität jener so speziellen Zusammenkünfte bereitet den Veranstaltern offenbar wirklich Kopfzerbrechen.

So betonte der örtliche Polizeichef, jegliche ferngelenkten Flugkörper, die möglicherweise über dem Hotelgelände auftauchten, würden unmittelbar abgeschossen. Der britische Journalist und Bilderberg-Beobachter Charlie Skelton berichtet, Anwohner aus der Hotelumgebung müssten auf dem Heimweg ihre Pässe vorzeigen.

Schon im Vorfeld der Konferenz haben alternative und unabhängige Journalisten versucht, im Grove-Hotel eine Buchung für das Konferenzwochenende vorzunehmen. Natürlich war ihnen klar, dabei auf Schwierigkeiten zu  

 

stoßen. Denn die ausgewählten Bilderberg-Tagungshotels stehen Gästen in der Regel bereits vor Beginn der Konferenzen nicht mehr zur Verfügung.

Paul Joseph Watson und Richard Reeves von Infowars hatten Buchungen für die Zeit bis zum Mittwoch vorgenommen, sie überschneiden sich also nicht mit dem Konferenzbeginn am heutigen Donnerstag. Trotzdem wurden ihre beiden Buchungen im Grove kurzerhand storniert, ohne Angabe von Gründen.

Von der Rezeption wollen die beiden Journalisten mehr erfahren. Doch hier heißt es nur: kein Kommentar. Man sei auch nicht verpflichtet, Begründungen für eine Stornierung abzugeben. Die Journalisten bleiben hartnäckig, erinnern an die gegenteilig lautende Rechtslage und eine mit solch brüsker Ablehnung von Gästen einhergehende offene Diskriminierung. Watson und Reeves wollen den Vorgesetzten sprechen, doch alles ohne Erfolg.

Das Ende dieser Geschichte: Während sich das Hotelpersonal diskret entfernt, tritt die Polizei in Erscheinung. So sind eben die Regeln bei Bilderberg. Es gilt das Recht des Stärkeren. Und diese Regeln beherrschen die ganze Welt.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/andreas-von-r-tyi/bilderberg-2-13-auftakt-im-grove-hotel.html

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