Horst MAHLER for Nobel Peace Prize!

Veröffentlicht: April 15, 2013 in Uncategorized

Sehr geehrter Herr Mo YAN,

Diesen Beitrag schrieb Horst Mahle aus seiner Kerkerzelle
Horst Mahler aus seiner Kerkerzelle, wo er wegen friedlicher Holocaust-Aufklärung eine 12-jährige Gefängnishaft erleidet, für ihn eine lebens-längliche Strafe. Nur mit dieser Brutalität und Menschenverachtung kann das System noch den Dammbruch der Wahrheit verhindern.

spät, doch von Herzen mein Glückwunsch zum Literatur-Nobelpreises 2012, der Ihnen, um Martin WALSER zu zitieren, verliehen wurde, weil Ihre „Bücher“, DAS ROTE KORNFELD zum Beispiel, „Orgien an Genauigkeit und Grausamkeit und Schönheit … so ungeheuer reich und gut und vor allem auch schön“ sind. Literatur? Reich? Gut? Schön? Der deutschen Dressurelite und deren höriger Presse, die sich anmaßen, Ihr China über Demokratie, Freiheit und Menschenrechte zu belehren, genügt das selbstredend nicht. Sie werfen Ihnen vor, kein SYSTEMGEGNER, kein OPPOSITIONELLER zu sein.

Soeben geschehen im SPIEGEL 9/2013, dessen Interviewer Bernhard ZAND sich nicht für den an Demagogie nicht zu übertreffenden Vorhalt zu schade ist: „In China werden Menschen aber verfolgt und eingesperrt für das, was sie schreiben. Empfinden Sie nicht die Verpflichtung, Ihre Auszeichnung, Ihren Ruhm zu nutzen und sich für diese Autoren einzusetzen?“ In Ihrer Antwort verweisen Sie darauf, dass Sie sich für die Freiheit Liu XIAOBOS sehr wohl einsetzten. „Trotzdem wurde ich sofort wieder attackiert und gedrängt, mich wieder und wieder zur genau gleichen Sache zu äußern.“ So wie es, wenn es um Hetze gegen Ihr Land geht, DER SPIEGEL – u.a. in 16/2011 – zu tun pflegt. Und so nimmt es nicht Wunder, dass dessen Schreiberling ZAND sich Sie zu schulmeistern erfrecht: „Liu erhielt 2010 den Friedensnobelpreis. Sich immer wieder für ihn einzusetzen würde in der Tat mehr Eindruck machen als eine einzelne Bemerkung.“

Die einzelne Bemerkung des Präsidenten des norwegischen Friedensnobelpreis-Komitees, Torbjörn JAGLAND, machte durchaus Eindruck, als er die Ehrung XIAOBOS, dem die Ausreise aus China verweigert wurde, mit den Worten begründete: „Wenn ein Mann zu elf Jahren Gefängnis verurteilt wird, nur weil er seine Meinung gesagt hat, ist es unmöglich für das Komitee, ihm den Preis nicht zu verleihen.“

Bingo! Horst MAHLER for Nobel Peace Prize! Der wurde nämlich in „der freisten Demokratie auf deutschem Boden“ haargenau aus dem gleichen Grund, ein Jahr länger gar, seinem Alter geschuldet, LEBENSLÄNGLICH, weggesperrt, nachdem man ihm zuvor den Reisepass wegnahm, um ihn daran zu hindern, im Ausland eine nicht genehme Tagung zu besuchen. Hielten Sie das, Mo YAN, Ihrem peinlichen Befrager ZAND vor, jaulte der, Schaum vorm Schlund, auf: „Das ist was ganz anderes!“ Nein. Ist es nicht. Horst MAHLER wie Liu XIAOBO dürfen „für das, was sie schreiben,“ gleichermaßen weder „verfolgt noch eingesperrt werden.“ Genau das zu tun, Ihnen aber vorzuhalten, ist an Niedertracht nicht zu überbieten.

Unlängst suchte der als „Porträt einer der wichtigsten Persönlichkeiten des 21. Jahrhunderts“ beworbene, gleichwohl unbeachtete Film AI WEIWEI – NEVER SORRY deutsche Kinos heim. Dazu begleitete die US-Regisseurin Alison KLAYMAN den „Bürgerrechtler, Konzeptkünstler, Blogger, Architekt und Kritiker“ 3 (drei!) Jahre frank und frei mit der Kamera. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa konnte der in Peking ungestört Erklärungen abgeben und wurde nach 81 Tagen Haft unter Auflagen freigelassen. Eine Behandlung, von der Horst MAHLER nicht zu träumen wagt. Schand-ZAND auf Ihre Frage, Mo YAN, was dieser „in Deutschland sehr bekannte Künstler“, den kein Schwein kennt, über Sie sagte: „Auch er beschuldigt Sie, ein Staatsdichter zu sein. Er sagt, Sie seinen abgehoben von der Wirklichkeit dieses Landes und als Intellektueller nicht geeignet, China zu repräsentieren.“

Seien Sie versichert, Herr Literatur-Nobelpreisträger, dass SPIEGEL, ZAND & Co in ihrer abgrundtiefen Verlogenheit, die ihren vorläufigen Höhepunkt darin fand, dass man den Chinesen unterstellt, „kulturellen Völkermord“ an Tibet zu betreiben, den des ISLAM am eigenen Volk aber mit allen Kräften befördert, zu nichts weniger geeignet sind, als Deutschland zu repräsentieren, wohl aber, es sehenden Auges in den Abgrund zu stoßen. Dass das Ihrem Land, das, um die Relation zu wahren, so viel Klavierspieler hat, wie Deutschland Einwohner, erspart bleiben möge, wünscht von Herzen

Ihr
Dr. Frank Kretzschmar
dottorefrank@hotmail.com

 

http://globalfire.tv/nj/13de/briefe/mar_01.htm

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